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Weißtanne

Abies alba

Steckbrief

Höhe
bis 60m
Licht
Sonnig / Halbschatten
Winterfest
ja
Pflege
schwierig
Vermehrung
schwierig
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
schlank, spitz pyramidenförmige Krone
Wasserbedarf
mittel
Düngerbedarf
mittel
Zwei Merkmale unterscheiden die Weißtanne von anderen Tannen oder Fichten: Das Körbchen förmige Aussehen der Baumspitze, auch "Storchennest" genannt, und die aufrecht stehenden Zapfen.

Heimat und Ursprung von Abies alba

Die Weißtanne kommt in weiten Teilen Europas vor. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von den Pyrenäen bis zu den Karpaten und Nordgriechenland. Sie ist ein typischer Nadelbaum der Bergregionen mit kühleren und feuchten Sommern und schneereichen, aber nicht zu kalten Wintern. In den Alpen kommt die Weißtanne bis auf 1.600m ü. NN vor. In den Pyrenäen stiegt sie sogar in Höhenlagen bis auf 2.000m ü. NN auf. Sie bildet reinen Weißtannen-Bestände, man findet sie aber auch im Mischwald zusammen vor allem mit Fichten und Buchen, seltener auch mit Kiefern. Vor 5000 und mehr Jahren war sie dominierende Art in den Gebirgswäldern, wurde aber später im Laufe der Klimaveränderungen von der Fichte immer mehr verdrängt. Die Weißtanne ist der einzige einheimische Vertreter der Gattung Abies.

Botanische Angaben zur Weißtanne

Die Weißtanne ist ein stattlicher Nadelbaum von bis zu 40m Höhe. Sie hat eine schlanke, pyramidenförmige, in einer Spitze auslaufende Krone und einen gerade empor ragenden Stammen, um den herum die seitlich abstehenden Ästen in Quirlen angeordnet sind. Die Rinde ist bei jungen Exemplaren silbrig grau, wird mit dem Alter von der Stammbasis her dunkler und rauer.  Die Nadeln bilden an den Zweigen spiralig, wobei sie aber abwechselnd schräge gerade stehen, sodass es aussieht, als wären die Nadeln immer horizontal angeordnet.  Die bis zu 3cm Nadeln  haben eine schmale Basis und sind an der Spitze abgerundet. Die Oberseiet der nadeln ist dunkelgrün; auf der Unterseite fallen zwei charakteristische weiße Längsstreifen parallel zur Hauptader auf.  Die männlichen Blütenstände bilden grüngelbe Zapfen von zylindrisch länglicher Form mit purpurfarbigen Schuppen.  Die weiblichen Blütenstände sind dagegen aufrecht stehende Zapfen, ihre Zapfenschuppen haben spitze Fortsätze. Die weiblichen Zapfen stehen nur an den oberen Zweigen, die männlichen sind dagegen über die ganze Tanne verteilt. Die weiblichen Zapfen sind reif rotbraun gefärbt und können bis zu 18cm lang sein.

Kultur der Weißtanne im Garten

Die Weißtanne hat ihre größte Bedeutung in der Forstwirtschaft als Holzlieferant. In Gärten sind man sie nur selten, da sie viel freien Platz braucht. Sie verträgt außerdem - obwohl sie eigentlich eine Gebirgsart ist - keine Spätfröste in Frühjahr, da dann die jungen triebspitzen leicht abfrieren können. Sie ist außerdem empfindlich gegen mit Feinstaub belastete Stadtluft und braucht einen gleichmäßig feuchten Boden, die keinesfalls austrocknen darf. Jungtannen können auch im Schatten gepflanzt werden, mit zunehmendem Alter sollten sie jedoch frei stehen.

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Verwendung

In der Forstwirtschaft gilt die Weißtanne als wichtiger Holzlieferant. An den natürlichen Beständen der Weißtanne wurde allerdings schon in der Antike Raubbau betrieben. Das Holz der Weißtanne wird heutzutage vor allem beim Bau und zur Papiergewinnung verwendet.