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Alpen-Mohn

Papaver alpinum

Auch bekannt als: Der Nordost-Alpenmohn P. alpinum alpinum wird auch Bursers Alpenmohn, der Rhätische MohnP. alpinum rhaeticum auch Gelber Alpen-Mohn, und der Salzburger Alpenmohn P. alpinum sendtneri auch Weißer Alpenmohn genannt.

Steckbrief

Blütenfarbe(n)
 
Blütezeit
August
Höhe
15-20cm
Breite
10cm cm
Licht
Sonne
Winterfest
ja
Pflege
einfach
Vermehrung
einfach
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
büschelförmig
Boden
kalkhaltig, nährstoffarm, durchlässig
Wasserbedarf
gering
Düngerbedarf
gering
Der Alpenmohn müsste korrekterweise als Papaver alpinum-Gruppe geführt werden, da er eine ganze Reihe von Unterarten umfasst, die jedoch in der Gartenliteratur meist als eigenständige Arten geführt werden: Dazu gehören der Rhätische oder Gelbe Alpenmohn, der Nordost-Alpenmohn, der Slowenische Alpenmohn, der Kerner  und der Salzburger Mohn. Die Namen deuten es bereits an - es handelt sich dabei um Unterarten mit regional begrenzter Verbreitung.

Heimat von Papaver alpinum und seinen Unterarten

Der Alpenmohn Papaver alpinum wächst in den Südostalpen in Höhenlagen um etwa 2.000m ü. NN, und zwar auf kalkhaltigem Untergrund mit gut durchlässigem Boden, z.B. auf Geröllhalden. Der Nodost-Alpenmohn P. alpinum alpinum kommt ausschließlich in den nordöstlichen Kalkalpen vor. Der Slowenische Alpenmohn P. alpinum ernesti-mayeri kommt in teilen Sloweniens und Italiens vor. Kerners Alpenmohn (auch Karawanken - oder Illyrischer Alpenmohn genannt) P. alpinum kerneri ist in den slowenischen Alpen und im österreichischen Kärnten zu finden. Der Rhätische Mohn alpinum rhaeticum kommt in den Zentralalpen, sowie in den südlichen Kalkalpen vor.  Der Salzburger Alpenmohn kommt in den nördlichen Alpen, vor allem in den nördlichen Kalk-Alpen vor. Es gibt drei weitere Unterarten mit Vorkommen in den Karpaten, in Bulgarien, bzw. in der Hohen Tatra vor.

Botanische Angaben zum Alpen-Mohn und seinen Unterarten

Der Alpenmohn ist eine mehrjährige und immergrüne Staude. Der Alpenmohn hat zierliche, graugrüne, fiederspaltige Laubblätter. Auf einem etwa 30cm langen, mit Borstenhärchen besetzten Stiel sitzt die nickende Blütenknospe. Zwischen Juli und August öffnen sich dann die gelben und orangefarbenen Schalenblüten.

Die Unterarten des Alpenmohns

  • Nordost- oder Bursers Alpenmohn Papaver alpinum alpinum hat weiße Blüten. Seien Laubblätter 2- bis 3-fach gefiedert.
  • Kerners Alpenmohn Papaver alpinum kerneri hat gelbe Blüten und ebenfalls 2- bis 3-fach gefiederte Laubblätter.
  • Rhätischer oder Gelber Alpenmohn Papaver alpinum rhaeticum hat leuchtend gelbe oder gelb-orange farbige Blüten und einfach gefiederte Laubblätter. Es handelt sich bei Rhätische Alpenmohn um eine kleine Staude von nur  5 bis maximal 15cm Höhe, aber mit relativ großen Blüten, die einzeln an dünnen Stängeln stehen. Die blaugrünen Laubblätter bilden eine grundständige Rosette. Die Blätter und Stängel sind dicht mit weichen Härchen besetzt.
  • Salzburger Alpenmohn Papaver alpinum sendtneri hat weiße Blüten und wird deshalb auch Weißer Alpenmohn genannt. Die Blätter sind einfach gefiedert.

Anbau, Pflege und Vermehrung vom Alpen-Mohn im Garten

Für den Hobby-Gärtner sind lediglich der Alpenmohn und der Rhätische Alpenmohn interessant. Alle andere Unterarten sind selten, sehen teilweise unter Schutz und sind höchstens in einigen Alpin-Schaugärten zu sehen.

Standort und Bodenverhältnisse

Der niedrige Alpenmohn Papaver alpinum eignet sich für einen sonnigen Platz auf kalkhaltigem, durchläsigem Untergrund im Steingarten oder noch besser im Alpingarten. Man sät ihn im Frühjahr aus.

Der Rhätische Mohn ist noch genügsamer als die Nominatform. Er gedeiht selbst auf äußerst kargem Untergrund. deshalb kann man ihn zusammen mit etwas Erde in Mauerritzen und - spalten, sogar zwischen Pflastersteine setzen. Die Erde sollet aber vor allem kalkhaltig, nährstoffarm und gut durchlässig sein.

Vermehrung ducrh Aussaat

Beide, Alpenmohn und Rhätischer Mohn, sind wie die meisten Gebirgspflanzen Kaltkeimer. Damit die Saat aufgeht, müssen die Samen zuvor stratifiziert werden. Dazu lagert man sie etwa 10 Tage lang bei Temperaturen zwischen 0 und 3°C im Kühlschrank. Dann werden sie in flachen Aufzuchtschalen ausgesät, angedrückt und mit etwas feinkrümeliger Erde bedeckt. Als Substrat wählt man Aussaaterde zu etwa einem Drittel mit grobem Sand gemischt. Die Anzuchtschale muss feucht und möglichst dunkel ohne direktes Sonnenlicht gehalten werden.

Der Alpenmohn neigt zur Selbstaussaat, nimmt jedoch nie Überhand. Daher muss er von Zeit zu Zeit nachgesät werden.