[x] Suche schließen

Rosen

Umfasst die Unterarten: Albarosen, Bodendeckerrosen, Bourbonrosen, Chinarosen, Damaszenerrosen, Englische Rosen, Floribundarosen, Gallicarosen, Kletterrosen, Moosrosen, Noisette-Rosen, Polyantha-Hybriden, Teehybriden, Wildrosen, Zentifolienrosen, Zwergrosen

Die ursprünglichsten Rosen sind die Wildrosen, von denen es in der nördlichen gemäßigten Klimazone Eurasiens etwa 150 Arten gibt.  Unter ihnen findet man kleine buschförmige Rosen und mächtige Kletterpflanzen. Mit wenigen Ausnahmen haben Wildrosen einfache Blüten mit jeweils fünf Blütenblättern. Zu den ältesten, von Menschen gezüchteten Rosen zählt die Essigrose Rosa gallica. Sie gilt als die Stammform aller europäischen Gartenrosen. Im frühen Mittelalter muss die Rosa gallica mit einer anderen Wildrose gekreuzt worden, sodass die Rosa damascena entstand. Die Kreuzritter brachten sie aus dem Vorderen Orient nach Europa.

Formen und Farben der Wildrosen

Formen und Farben der Zuchtrosen

Klassifizierung der Rosen

Um nicht den Überblick über die ungeheure Zahl der verschiedenen Rosensorten zu verlieren, hat man sich auf eine mehr oder minder internationale Klassifizierung der Rosen geeinigt, wobei die Einteilung in Unterklassen je nach Ausrichtung der Züchter teilweise etwas unterschiedlich vorgenommen wird. So stellen manche Rosenkenner die Teehybriden als Edelrosen dar, während sie andere als eigene Klasse betrachten. Letztlich gehen alle Zuchtrosen auf Wildrosen zurück, die allein etwa 150 Arten ausmachen. Und zu den Wildrosen zählt man auch natürliche oder bewusst erzeugte Hybriden, sowie Sorten, denen man ihren Wildcharakter noch deutlich ansieht. Bei der Klassifizierung der Zuchtrosen hat man weniger Abstammung und Verwandtschaft der Rosen in Erwägung gezogen als vielmehr die Anwendungsbereiche und die augenscheinlichsten Merkmale der Rosen als Einteilungskriterien berücksichtigt.

Beetrosen

Rosen dieser Kategorie eignen mit einer Höhe von meist unter 1m zum Bepflanzen von Rosenbeeten. Alle Beetrosen sind öfter blühend, die einzelnen Gruppen können sich aber in ihrer Wuchshöhe und der Blütenform deutlich voneinander unterscheiden.

Die Beetrose ‚Lovely Green‘ fällt vor allem durch ihre ungewöhnliche Blütenfarbe auf.

Im  Bild die Beetrose ‚Heidi Klum‘, aufgenommen im Rosengarten von Bad Langensalza

Teehybriden

Diese Edelrosen sind meist unermüdliche Blüher, die den ganzen Sommer hindurch immer wieder neue, große Blüten hervorbringen. Da sie  lange Stiele haben, eignen sie sich auch gut als Schnittblumen, zumal einige darüber hinaus auch intensiv duften. Auch die Palette ihrer Blütenfarben lässt kaum einen Wunsch offen.

Im Bild die Teehybride „Albrecht Dürer“, aufgenommen im Rosengarten von Bad Langensalza

Die Teehybride der Sorte „Duftjuwel“, aufgenommen im Rosengarten von Bad Langensalza

Die Teehybride der Sorte „Laetitia Casta“

Teehybride der Sorte „Pullmann Orient Express“

Teehybride der Sorte „The McCartney Rose“

Floribunda-Rosen und Poylantha Hybriden

Moderne Floribundarosen bilden meist größere Blütenbüschel, wobei die einzelnen Blüten aber kleiner sind als die der Teehybriden.

Im Bild eine Floribunda-Rose namens ‚Betty Boop‘

Eine weitere Floribunda-Rose – ‚Irish Eyes‘

Ein Bild der Floribunda-Rose ‚Philatelie‘

Die intensiv duftende Polyantha-Rose ‚Heinrch Karsch‘ aus dem Rosen-Garten in Bad Langensalza

Zwergrosen

Zwergrosen gehören wegen ihrer geringen Höhe zu den beliebtesten und am vielseitigsten einsetzbaren Rosensorten. Darüber hinaus sind sie fast dornenlos, blühen lange und sind meist robust und widerstandsfähig gegenüber Rosenkrankheiten.

Bodendeckerrosen

Ein breitflächiger Wuchs, das dichte Laubwerk, die unermüdliche Blühwilligkeit und ihre ausgesprochen einfache Pflege machen die steigende Beliebtheit der Bodendeckerrosen aus. Gemeinsam ist den Bodendeckerrosen der flächenhafte Wuchs verbunden mit dichtem Laubwerk und einer großen Blütenfülle. Doch da hören auch schon die Gemeinsamkeiten auf. Die einzelnen Sorten können ganz verschiedene Wuchsformen zeigen. So gibt es ausgesprochen schwachwüchsige, niederliegende Sorten – ebenso, wie stark wachsende, niederliegende mit meterlangen Trieben, buschförmige, niedrige Bodendeckrosen und solche die aufrecht wachsen, aber stark überhängende Triebe haben. Und zwischen den genannten Erscheinungsformen gibt es auch fließende Übergänge. Bodendeckerrosen können nur 25cm hoch werden, aber auch mehr als 1m in die Höhe reichen. Und genauso vielseitig wie ihr Erscheinungsbild sind auch die Einsatzmöglichkeiten. Es gibt Sorten, die unermüdlich blühen, und ältere , die nur eine Hauptblüte haben, gefolgt von deutlich geringer ausfallenden Nachblüten. Neben einigen mit ungefüllten Blüten haben die meisten Sorten dicht gefüllte Blüten, die in großen Büscheln zusammenstehen. Und das Spektrum der Blütenform reicht von einfachen Schalen bis zu dichten Pompons.

‚Sommermacher ‚– eine bekannte Bodendecker-Rose

Strauchrosen

Diese Rosen bilden höher und weiter ausladende Sträucher als die Beetrosen. Dabei können die einzelnen Gruppen dieser Kategorie auf ganz unterschiedliche Abstammung und Zuchtlinien zurückgehen. Entsprechend sind Form und Farben ihrer Blüten. Manche Sorten bilden stramm aufrecht wachsende, andere bogig überhängende Triebe.

Die Strauchrose der Sorte ‚Rote Mozart‘

Die Strauchrose ‚Comtenaise de Lourdes‘

Alba-Rosen

Alba-Rosen gehören ebenso wie die Gallica-Rose und die Rosa damascena zu den ältesten Rosen, die bereits im Altertum gepflegt wurden. Aus ihnen sind nicht nur die verschiedenen Sorten der Alba-Rosen hervorgegangen, sie bilden auch die Basis vieler unserer heutigen Garten-Rosen. Alba-Rosen haben ein kräftiges, buschförmiges Wachstum ähnlich den Beetrosen. Werden aber dank ihrer oft mehr als 2m hohen Wuchshöhe zu den Strauchrosen gezählt. Sie blühen nur einmal, dafür aber umso reicher und meist mit einem intensiven, charakteristischen Duft.

Bourbon-Rosen

Bourbonrosen sind durch eine eher zufällige Kreuzung aus Chinesischen und Damaszener Rosen entstanden. So vereinen die Bourbonrosen die Wuchsfreudigkeit und Blütengröße der Damaszener-Rosen mit der Blütendauer der Chinesischen Rose. Von den einst mehr als 400 Kultusorten ist allerdings nur noch ein Bruchteil erhalten geblieben. Die Bourbon-Rosen ähneln in der Form ihrer Triebe und Laubblätter den Teehybriden, die aber erst viel später entstanden sind. Sie können bis zu 1,5m hoch werden und haben relativ große und gefüllte Blüte mit einer nahezu kugelförmigen Gestalt.

Zentifolien

Zentifolien gehen auf eine Hybride, Rosa x centifolia, zurück; sie wird auch Kohl- oder Provence-Rose genannt. Sie ist entstanden aus der Kreuzung verschiedener Wildrosen mit der Damaszener-Rose.

China-Rosen

China-Rosen zählen zu den ältesten Gartenrosen überhaupt. Sie wurden vermutlich in China vor Tausenden von Jahren kultiviert. Es wird vermutet, dass sie aus Kreuzungen zweier Wildrosen, der Rosa chinensis und der Rosa gigantea hervorgegangen sind, wobei im Laufe der Zeit wohl noch weitere Wildrosen wie die Büschelrose Rosa multiflora eingekreuzt wurden. Die Chinarosen bilden auch die Grundlage für spätere Zuchtrosen wie den Noisette-Rosen, den Remontant-Rosen und den Bourbon-Rosen. China-Rosen zählen zu den Strauchrosen, auch wenn ihre Höhe je nach Sorte ganz unterschiedlich ausfallen kann. China-Rosen sind nur schwach oder gar nicht duftend. Ihre Blüten sind klein bis mittelgroß.

Teerosen

Diese Rosen sind aus einer Kreuzung der Chinesischen Rose Rosa chinensis und der Kletterrose Rosa gigantea hervorgegangen. Unter den Teeorsen gibt es weiße, gelbe, rosafarbene und hellrote Blüten, die halb oder dicht gefüllt sind und meist intensiv duften. Ihre Wuchshöhe und, ob sie sich als Strauch- oder Kletterform entwickeln, hängt nicht nur von der jeweiligen Sorte, sondern auch von den örtlichen Klima- und Bodenverhältnissen ab.

Damaszener Rosen

Die Damaszener Rosen zählen zu den sehr alten Rosensorten und wurden schon vor mehr als 3.000 Jahren auf der Insel Samos kultiviert. Im 13.Jahrhundert brachten sie die Kreuzritter mit nach Europa. Die größten Anbaugebiete liegen heute in Bulgarien, wo bis zu 1,5 Tonnen Rosenöl jährlich gewonnen werden. Es gibt zum einen die einmal im Sommer blühender Damaszener-Rosen, deren Sorten vermutlich aus einer Kreuzung der Rosa gallica und der Rosa phoenicia hervor gegangen sind. Von diesen unterscheiden die Sorten, die im Sommer und ein zweites Mal im Herbst blühen, deren Ursprung wahrscheinlich in der Kreuzung der Rosa gallica mit der Rosa moschata liegt.

Gallica-Rosen

Die Zuchtsorten der Gallica-Rosen stammen von der Essig-Rose Rosa gallica ab, die schon in der Antike kultiviert wurde. Gallica-Rosen gelten als robust, frosthart und ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Sie wachsen sehr kompakt und buschig. Die Palette der Blütenfarben reicht von Weiß, Rosa, Karmin- bis Purpurrot. Nicht nur die Blüten duften angenehm und intensiv. Die Stiele der Laubblätter sind mit Drüsenhaaren und Borsten besetzt. Berührt man die Blätter, dann verströmen daher auch sie einen intensiven Duft.

Moos-Rosen

Mit ihren moosartigen Auswüchsen auf den Blütenknospen und den Stielen der Blüten haben die Moosrosen ein unverwechselbares Aussehen. Moosrosen zählen zu den Strauchrosen; sie sind durch Mutation aus den Zentifolien hervorgegangen. Auch wenn es der Name Moosrose annehmen lässt, Moosrosen sind alles andere als zwergwüchsig und klein. Einige Sorten können sogar 1,80 bis 2m Höhe erreichen. Es gibt jedoch einige, klein bleibende Sorten.

Noisette-Rosen

Die Noisette-Rosen entstanden zu Beginn des 19.jahrhunderts durch amerikanische Rosenzüchter. Im Gegensatz zu den China-Rosen, die kleine Beetrosen sind, sind die Noisette-Rosen ausgesprochene Kletterrosen; obwohl sie meist zu den Strauchrosen gerechnet werden.

Remontant-Rosen

Der Name Remontant-Rosen geht auf das französische Wort „remontant = später noch einmal blühend“ zurück. Remontant-Rosen sind reich und lang blühend. Sie haben becher- bis schalenförmige, dicht gefüllte Blüten, die einen intensiven, angenehmen Duft verbreiten

Englische Rosen

Sie werden zu den Strauchrosen gerechnet. Englische Rosen gehen vor allem auf den englischen Züchter Davin Austin zurück und werden deshalb auch David Austin Rosen genannt. Englische Rosen verbinden die ursprüngliche Blütenform und den intensiven Duft der Alten Rosen mit der Robustheit und Blühwilligkeit neuerer Sorten, wie der Floribundarosen und der Teehybriden. Oft gehen bei den Blüten zwei Farben ineinander über, sie blühen meist lang und reichlich.

Im Bild ‚Mayor of Castlebridge‘, eine David Austin Rose

Die David Austin Rose ‚Dark Lady‘

Moderne Strauchrosen

Zu diesen Rosen zählt man alle in jüngerer Zeit heraus gezüchteten, hochwachsenden Strauchrosen, die sich allerdings in Wuchsform und Blütenformen und -farben beträchtlich voneinander unterscheiden können.

Kletterrosen

Bei den Kletterrosen kann man unterscheiden zwischen den Climber, die mit Unterstützung ihrer hakenförmig gekrümmten Stacheln an einer Unterlage empor klettern, und den Ramblern, die lange, dünne, kriechende oder hängende Triebe haben und ein Klettergerüst brauchen.

‚City of York‘, eine Rambler Rose

Ein Rosenbogen, von beiden Seiten von der Kletterrose ‚Laguna‘ berankt.

Eine Kategorie, die in der modernen Züchtung, wo das Augenmerk vor allem auf Formen und Farben gerichtet ist, und daher in der internationalen Klassifizierung auch keine Berücksichtigung mehr findet, sind die Duftrosen. Die folgende Galerie zeigt, dass klassische Duftrosen modernen Edelrosen in ihrer Schönheit nicht nachstehen müssen:

Duftrosen

Rosen und Begleitpflanzen

Auch wenn Rosen zu den edelsten Gartenpflanzen gehören und es manchem Rosenzüchter innerlich graust, wenn man Rosen mit anderen Gehölzen oder Stauden und Sommerblumen zusammenpflanzt, haben solche Kombinationen oft auch ihren ganz besonderen Reiz und können sogar sehr ästhetisch wirken. Und bekanntlich haben manche Begleitpflanzen ja auch eine positive Wirkung : Beispielweise Lavendel ziwschen Rosenstöcke gepflanzt. Die Kombination aus blau blühenden Lavendelsträuchern und zartosa farbigen Edelrosen sieht nicht nur sehr harmonisch aus, der Lavendel hält auch Blattläuse und andere Schadinsekten von den Rosen fern.

In hellen Tönen,in zartem Rosa blühende Rosen kommen besonders gut vor einem dunklen Gehölz zur Geltung.

Wichtig ist vor allem, dass die Wuchshöhen, Formen und Farben von Rosen und Begleitpflanzen gut aufeinander abgestimmt werden. Das gilt natürlich auch, wenn man verschiedene Rosen miteinander kombiniert.

Sehr gut eignen sich Floribundarosen zum Mischen mit anderen Pflanzen. Man kann z.B. beispielweise Zwergazaleen, Zwerggoldspieren , Gioldberberitzen oder andere kleine Ziersträucher vor die Rosen setzen. Und in einer Staudenrabate passen Rosen und Rittersporn hervoragend zusammen. Helle Rosenblüten kommen  am besten vor einem dunkleren Hintergrund zur Geltung.  Dazu setzt man sie zum Beispiel vor eine Gehölzgruppe oder einen Gehölzrand. Damit die Bäume und Sträucher im Hintergrund den Rosen aber nicht zuviel Sonnenlicht wegnehmen, legt man zwischen der Rosenrabatte und dem Gehölzrand einen Gartenweg an.

Es gibt sowohl Bodendeckerstauden für Rosen (z.B. blau blühende Duftveilchen, Labradorveilchen, Ehrenpreis oder rosa-weiß blühende Zwergstauden des Fingerkrautes – um nur einige zu nennen), als auch Bodendeckenrosen, mit denen Kahlstellen im Beet kaschiert oder unzugängliche Böschungen und Hänge flächendeckend gesichert werden – z. B. der Wildrose Rosa wichuraiana, die zwar die Elternpflanze vieler Kletterosenasorten ist, sich selbst nur flach am Boden bis zu 6m weit ausbreiten kann.

Sogar Kombinationen aus rosa-blühenden Kletterosen und zart blauen oder hell- violett blühenden kletternden Clematis sind möglich und wirken sehr apart.

Und auch die Kombination mit einer Pergola, einer Gartenlaube oder wie hier einem alten Schäferwagen kann den Charakter eines Rosengehölzes hervorheben. Kletterrose plus Schäferwagen = Romantik pur!

Mehr zu diesem Thema und viele weitere Tipps findet man im Beitrag Rosen und Begleitpflanzen.

Tipps zum Pflanzen von Rosen

Rosenrabatten im Rosenpark Gleichen

Rosen sind zwar recht anpassungsfähig und können unter den unterschiedlichsten Bedingungen wachsen. Optimal für Rosen sind jedoch eine sonnige, warme Lage und ein mittelschwerer, lehmhaltiger, neutraler bis leicht saurer Boden. Enthält der Boden viel Sand, muss später reichlicher bewässert werden.

Aber mit der Zeit ermüdet selbst der beste Boden. Deshalb setzt man keine weiteren Rosen in eine Erde, auf der schon 10 Jahre oder länger Rosen kultiviert worden sind. Ist dies jedoch unumgänglich, dann sollte man wenigstens für ein Jahr eine Zwischensaat mit Raps,  Lupinen oder anderen Leguminosen einschieben.

Etwa einen Monat bevor die Rosen gepflanzt werden, sollte der Boden gründlich vorbereitet werden: Staunasser Boden muss zunächst gut dräniert werden. Der Boden wird spatentief umgegraben, mit Gartenkompost oder einem anderen organischen Dünger angereichert und schließlich oberflächlich geharkt, sodass er gut belüftet wird und locker bleibt.

Die besten Zeiten zum Pflanzen von Rosen sind  der Herbst (Oktober/ November) oder das Frühjahr, sobald nicht mehr mit Spätfrösten gerechnet werden muss. Rosen, die als Containerpflanzen gezogen wurden, können zu jeder Jahreszeit außerhalb von Frostperioden gepflanzt werden.

Das Pflanzloch muss so weit gewählt werden, dass man alle Rosenwurzeln darin flach ausbreiten kann. Die Rosenstöcke werden so tief eingesetzt, dass die Veredelungsstelle später knapp unter der Erdoberfläche liegt. Als Pflanzsubstrat mischt man zwei Teile Torf, bzw. Torfersatz (z.B. Kokosfaserhumus) mit einem Teil Gartenerde und gibt einen Becher voll Hornspäne als organischem Langzeitdünger dazu.

Mehr dazu liest man im Beitrag Rosen richtig pflanzen.

Rosenpflege im Jahreslauf

Wer Rosen kultiviert, hat eigentlich die ganze Vegetationsperiode hindurch zu tun. Wann, wie oft und wieviel  gewässert werden muss, das hängt nicht nur von der Rosensorte, sondern natürlich auch vom Wetter und der Bodenbeschaffenheit ab. Bei mittelschweren, lehmhaltigen Böden muss nicht so oft gegossen werden wie auf sandigen Böden. Bereits einige Wochen nach dem Anpflanzen vertragen die meisten Rosen auch schon einmal eine kürzere Trockenpeirode, ohne das bewässert werden muss.  Wichtig ist, dass beim Gießen und Bewässern das Wasser weder über die Laubblätter plätschert, noch über die geöffneten Blüten rieselt. Wassertropfen auf den Blütenblättern sind zwar fotogen, schaden aber den Blüten.  Also immer nur den Boden rund um den Fuß der Rose wässern.

Ab Mai beginnen die ersten Wildtriebe aus dem Boden zu sprießen. Man kann sie leicht an der Form der Blätter und Stacheln von der veredelten Rose unterscheiden. Solche Wildtriebe müssen sobald wie möglich entfernt werden. Dazu gräbt man den Rosenstock ein Stück weit vorsichtig aus (der Ansatz des Wildtriebes liegt immer unterhalb der Verdedlungsstelle) und reißt ihn ab – nicht abschneiden, denn dann würde der Wildtrieb immer wieder austreiben.

Verwelkte Blüten schneidet man ab, denn das bringt unter Umständen eine zweite Blütezeit hervor. Und bei Teehybriden kann man mit größeren Blüten rechnen, wenn man einige überzählige Blütenknospen rechtzeitig entfernt.

Ist der Boden vor dem Anpflanzen der Rosen gut vorbereitet und mit einem organischen Langzeitdünger versorgt worden, muss im ersten Jahr nicht gedüngt werden. Danach kommt einmal im Jahr, und zwar im April, eine dicke Mulch-Schicht aus nährstoffreichem Gartenhumus rund um die Rose, die nicht nur düngt, sondern auch die Bodenfeuchtigkeit hält.

Weitere Tipps zur richtigen Rosenpflege findet man im Beitrag Rosenpflege im Jahresverlauf.

Rosen richtig schneiden

Bekanntlich sollten Rosen erst im Februar oder März an frostfreien Tagen zurückgeschnitten werden. Hochstammrosen werden dagegen im Herbst geschnitten. Wie man schneidet, wo und wieviel, das hängt auch von der Rosenkategorie ab. Strauchrosen schneidet man anders als Beetrosen  oder Kletterrosen. Und bei einigen Rosensorten werden aber immer nur die verblühten, abgestorbenen und erfrorenen  Triebe herausgeschnitten. Wer selbst einmal zur Rosenschere greifen will oder muss, der sollte sich zuvor in unserem Beitrag  Rosen richtig schneiden informieren.

Krankheiten und Schäden an Rosen

Wenn ein Rosenstock Schaden nimmt und zu kränkeln beginnt, dann die Ursache auch an mangelhaften Milieubedingungen liegen.  So beginnen die Rosenblätter bei Wasser- oder Närhstoffmangel zu vergilben und fallen dann shon weit vor dem herbstlichen Laubfall ab. Oder es bilden sich nur noch wenieg udn schnell verwelkende Blüten.  Nicht selten treten auch nach einem langen und frostreichen Winter Frostschäden an den Rosen auf. Dann verfärben sich die Triebe purpurn bis schwärzlich. Es ist verständlich, dass solchermaßen vorgeschädigte Rosen auch anfälliger  für Pilzkrankheiten wie den Echten Mehltau, den Sternrußtau und den Rosenrost sind.  Auch verschiedene Schadinsekten wie Blattläuse, Blattwanzen, Rosenwickler und Rosenblattwespen, Rosenzikaden und Thripse können den Rosengewächsen stark zusetzen. Details zu den entsandenen Schadensbildern und den jeweiligen Möglichkeiten zur Vorbeugung und Bekämpfung sind in den Beitrag  Schäden und Krankheiten an Rosen beschrieben. Aber auch unabhängig von Schädlingsbefall und Pflanzenkrankheiten altert auch die robusteste Rose irgendwann, blüht kaum noch udn muss erstzt werden. mehr dazu im Beitrag Wenn Rosen schlapp machen .

Rosen selbst vermehren

Es gibt Hunderte bis Tausende von Rosenzüchtungen. Diese Sorten lassen sich in der Regel nur vegetativ vermehren, denn viele Rosenblüten sind gefüllt und entwickeln dann natürlich auch keine Samen mehr oder diese Rosensorten bilden unfruchtbare, sterile Samen aus. Mit der vegetativen Vermehrung durch Stecklinge ist es aber allein noch nicht getan. Die meisten Gartenrosen sind veredelt, müssen also auf eine Unterlage, die Teil einer Wildrose ist, gepfropft werden. Das erfordert einige Erfahrung und sollte im Zweifelsfall einem professionellen Rosenzüchter überlassen werden.

Im Gegensatz dazu lassen sich Wildrosen sowohl durch generativ, also durch Aussaat der Samen, als auch vegetativ vermehren. Am einfachsten gelingt die vegetative Vermehrung durch das Abtrennen bewurzelter Ableger von der Mutterpflanze. Rosen mit längeren, überhängenden Trieben können auch durch Absenker vermehrt werden. Die dritte Möglichkeit, die sich besonders für Bodendecker-Rosen eignet, ist die Vermehrung mittels Stecklingen.

Wer selbst einmal Rosen fachgerecht vemehren will, sollte sich zuvor in unserem Beitrag Rosen züchten und vermehren zu diesem Thema weiter informieren.

Verwendung von Rosen in Küche und Floristik

Rosen gelten zu Recht als die Königinnen der Gartenpflanzen. Aber sie sind nicht nur edel, schön und dekorativ, sondern können auch vielseitig in Küche, für Wellness und Kosmetik und natürlich auch in der Floristik verwendet werden.

Nicht nur aus den Hagebutten, auch aus den Rosenblüten lassen sich Marmeladen herstellen. udn aus den Kernen der Hagbeutten kann man einen bekömmlichen, vitaminreichen Hagebutten-Tee aufbrühen. Gekocht gibt man Hagebutten zu Suppen oder Soßen. Und mit Hagebutten und Weinbrand lässt sich ein hauseigener Gesundheitslikör zusammenstellen.

Die besonders dicken, kugelrunden Hagebutten der Hundsrose lassen sich in der üzu Marmeladen und Geleés verarbeiten.

Aus den Blüten von Duftrosen lassen sich Rosenessig und Rosenwasser  gewinnen, die in der Kosmetik  und für die  Wellness-Kur eingesetzt werden können. Die ätherische Öle der Rosen lindern zahlreiche Beschwerden und Krankheiten.

Und schließlich spielen Rosen natürlich auch eine herausragende Rolle in der Floristik beim Binden von Sträußen und zum Kreieren verschiedenster Blumengestecke.

Weitere Details zur Verwendung von Rosen und zahlreiche Tipps und Rezepturen findet man im Beitrag

 Rosen in Küche, Kosmetik, Wellness und Floristik.

Mehr lesen