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Kartoffel-Rose

Rosa rugosa

Auch bekannt als: Apfel-Rose, Kamtschatka-Rose, Japan-Rose

Steckbrief

Blütenfarbe(n)
 
Blütezeit
Mai-Juni
Höhe
100-150cm
Licht
Sonne
Winterfest
ja
Pflege
mittel
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
buschig strauchförmig
Boden
kalkarm bis kalkfrei
Wasserbedarf
mittel
Düngerbedarf
gering

Heimat und Ursprung von Rosa rugosa

Die Kartoffel-Rose stammt ursprünglich aus China, Korea, Japan und SO-Russland. Sie wird jedoch seit langem schon weltweit kultiviert, hat sich in vielen Regionen weiter ausgebreitet und ist verwildert. In Südeuropa wird sie als Gartenpflanze kultiviert. Bei uns findet man diese Wildrose eher als Wildhecke, die die Straßen säumt und zum Schutz von Feldern dient.

Botanische Angaben zur Kartoffel-Rose

Die Kartoffel-Rose bildet einen buschigen Strauch, der bis zu 1,5m in die Höhe wachsen kann. Oft bleibt sie aber deutlich kleiner. Zuchtsorten können dagegen bis zu 2m oder mehr hoch werden. Ihre Zweige sind dicht mit filzigen Haaren besetzt. Sie hat zahlreiche Stacheln mit hakenförmig gekrümmter oder auch gerader Spitze und einer breiten Ansatzfläche an den Zweigen. Ihre Blätter sind 5- bis 9-zählig gefiedert. Die einzeln Fiederblättchen sind bis zu 5cm lang und 2,5cm breit – mit einer runzeligen Blattoberfläche und stärker hervortretenden Blattnerven. Darauf bezieht sich auch der wissenschaftliche Artname rugosa = runzelig. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, die behaarte Unterseite eher graugrünlich bis –bläulich gefärbt. Im Herbst nehmen die Laubblätter einen gold-gelben Farbton an. Die Blüten stehen einzeln oder bilden eine traubenartige Dolde. Sie sind in der Regel dunkel rosa bis purpurfarben, seltener weiß gefärbt. Die Blüten sind relativ groß mit einem Durchmesser der Blütenkrone von bis zu 8cm. Die Blüten haben kruze, borstige Stiele. Die Blütezeit fällt in die Monate Mai und Juni. Die Hauptblütezeit ist der Juni, häufig blüht sie aber auch noch einmal im September, genauso wie die meisten der aus ihr hervorgegangenen Zuchtsorten. Die Hagebutten sind bis zu 3cm lang, kugelförmig, manchmal auch etwas abgeflacht, fleischig-weich und orange bis intensiv rot gefärbt.

Neben der Wildform der Kartoffelrose gibt es eine ganze Reihe von Zuchtsorten, z.B.:

- Nova Zembal - diese Sorte wird sogar 2,5m hoch, blüht im Juni mit großen gefüllten Blüten in Rosa oder Weiß.

- Conrad Ferdinand Meyer - zwischen 2 und 3m groß, mit großen, gefüllten Blüten in einem silbrig-rosa Farbton, sie blüht öfter als einmal im Jahresverlauf

- Pink Grootendorst - zwischen 1 und 1,5m groß, ebenfalls öfter blühend mit kleinen, halb-gefüllten, rosa Blüten

- Pink Robusta - bis 2m hoch, öfter- und reichlich blühend mit großen, halb-gefüllten Blüten in Rosa.

- Robusta - eine ähnliche Zuchtsorte, aber mit blutroten Blüten

- Reinpark - bis 1,5m hoch, öfter-blühend mit mittelgroßen, gefüllten Blüten in einem scharlachroten Farbton

- F.J.Grootendort - bis 1,5m hoch, mit kleinen, halbgefüllten Blüten in Karminrot

- Mrs. Anthony Waterer - bis 1,5m hoch, öfter-blühend mit großen, halb-gefüllten Blüten in dunklem Kirschrot

- Roseraie de l'Haye - bis 1,8m hoch, öfter-blühend mit großen, gefüllten Blüten in Purpurrot

- Hansa - zwischen 1,5 und 2m hoch, öfterblühend und mit intensivem Duft; sie hat große, gefüllte Blüten in einem rötlich-violetten Farbton

- Rugelda - bis 2m hoch, öfterblühend,diese Sorte fällt vor allem durch ihren von den anderen Zuchtsorten abweichenden Farbton in leuchtendem Zitronengelb auf. Die Blüten sind groß und gefüllt, aber leider nicht duftend.

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Anbau, Pflege und Vermehrung der Kartoffel-Rose im Garten

Zumindest die Wildform der Kartoffel-Rose ist sehr widerstandsfähig und anspruchslos. Diese Rose ist sogar recht salztolerant, verträgt aber keinen kalkhaltigen Boden. Und sie braucht im Vergleich zu anderen Wildrosen-Arten recht viel Wasser, muss also während längerer Trockenperioden reichlich gegossen werden. Sie wird oft als Grundlage für die Öfterblühenden Strauchrosen verwendet.

Verwendung in Garten und Küche

Die Kartoffelrose wird gerne im Garten angepflanzt, da sie schon im Mai blüht und auch sehr große, scharlach-rote Blüten hat.

Das reichliche Fruchtfleisch ihrer großen Hagebutten liefert eine ausgezeichnete Marmelade, regional als Hägenmark oder Hiefenmus bezeichnet. Und aus den ausgepressten Fruchtschalen bereitete man früher einen Hagebutten-Tee - Kemlestee genannt.