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Portulak

Portulaca oleracea sativa

Auch bekannt als:

Kohlportulak, Kreusel, Postelein

Heimat und Ursprung von Portulaca oleracea sativa

Der Portulak stammt aus Vorderasien. Er ist seit Jahrtausenden fester Bestandteil der vegetarischen indischen Küche. Bereits in der Antike gelangt der Portulak in den Mittelmeerraum, heute ist er in ganz Europa verbreitet.

Botanische Angaben zum Portulak

Der Portulak gehört zu den Portulakgewächsen ( Familie Portulacaceae). Er hat eine spindelförmige, verzweigte Wurzel. Er wird nicht höher als 30cm. Die dickfleischigen Blätter stehen dicht an dicht an den ebenfalls dickfleischigen, rötlich überhauchten Stängeln. Ab Juni beginnt der Portulak gelb zu blühen. An besonders sonnigen, sandigen Standorten bildet der Portulak eine kriechende Wildform.

Anbau, Pflege und Vermehrung des Portulaks im Garten

Der Portulak kann im Mai/Juni ausgesät werden. Er ist ein Lichtkeimer, d.h. sehr Samen wird in Reihen oder breitwürfig ausgesät und an die Erde gut angedrückt, aber nicht bedeckt. Während der Keimzeit muss man die Saat gut feucht halten. Die auflaufenden Pflanzen werden auf etwa 10cm Abstand ausgedünnt. Kurz vor der Ernte der Blätter gibt man noch etwas reifen Kompost zwischen den Pflanzenreihen dazu. Man entfernt die Triebspitzen, damit sich die Portulak-Pflanzen gut verzweigen.

Ernte und Aufbewahrung

Geerntet werden die mild würzig bis säuerlich schmeckenden Blätter mitsamt den Triebspitzen, sobald die Pflanzen kräftig genug für den Schnitt entwickelt sind. Auf diese Weise sind 3 bis 4 Ernten pro Jahr möglich – allerdings immer nur außerhalb der Blüte. Der Portulak ist nicht winterfest und verträgt keinen Frost. Die letzte Ernte muss daher noch vor dem ersten Frost erfolgen.

Verwendung in Küche und Hausapotheke

Die dickfleischigen Portulak lassen sich schlecht trocknen; daher verwendet man sie frisch oder friert oder legt sie in Salz zum Konservieren ein. Die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe der dickfleischigen Blätter reinigen das Blut, stärken den Magen und wirken leicht abführend. Außerdem hat der Portulak einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Vitaminen. Man verwendet die frischen Triebe und Blätter zu Salaten und anderen Rohkostgerichten, als Suppenwürze oder kocht ihn wie Spinat.