[x] Suche schließen

Riesenfedergras

Stipa gigantea

Auch bekannt als: Pyrenäen-Federgras

Steckbrief

Blütezeit
Juli-August
Höhe
70-120cm, zur Blütezeit bis 240cm hoch
Licht
Sonne
Winterfest
ja
Pflege
einfach
Vermehrung
mittel
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
Horst bildend
Boden
gut durchlässig, humusreich, lehmig-sandig, kalkhaltig
Wasserbedarf
gering
Düngerbedarf
gering
Das Riesen-Federgras ist mit bis zu 2m Höhe geradezu ei Gignagt unter den zahlreichen Gräsen der Gattung Stipa. Trotzdem wirkt es dank seiner lockeren, fahnenartigen und goldegelben Blütenständen eher grazil. Es kommt besonders gut als Solitärpflanze im Kiesbeet oder vor einer dunklen Mauer zur Geltung.

Heimat und Ursprung von Stipa gigantea

Das Riesenfedergras kommt im Süden Spaniens und Portugals sowie in Nordwestafrika vor.

Botanische Angaben zum Riesen-Federgras

Verwandtschaft von Stipa gigantea

Das Riesen-Federgras ist nur eines von mehr als hundert Arten der Gattung Stipa, den Feder- oder Pfriemengräser, aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Wenigstens 7 Arten kommen auch in Mitteleuropa wild vor, während das Riesen-Federgras von der Iberischen Halbinsel stammt und bisher auch noch außerhalb unserer Gärten und Park in Mitteleuropa Fuß gefasst hat.

Die überwiegende Mehrzahl der Stipa-Arten ist mehrjährig udn bildet Horste, nur wenige sidn lediglich einjährig. Die federgräser bilden viele nicht-blühende Triebe. Die Stängel sidn aufrecht und bleiben wenigstens in der unteren Hälfte unverzweigt. Die Blattscheiden bleiben bis zur Basis offen. Die Blattspeiten haben eine deutlich gerippte Oberfläche und entweder zusammengerollt oder gefaltet. Stipa-Gräser bilden einen rispenförmigen Blütenstand. Die Ährchen der Blüten sind seitlich zusammengedrückt. Die reifen Blüten fallen aus den Hüllspelzen heraus, welche stehen bleiben.  Die Grannen können bis zu 50cm lang sein.

Die Mehrzahl der federgräser sidn Gräser der Steppen, wo sie auch als Futter für die Weidetiere dienen.

Beschreibung des Riesen-Federgras

Das Riesen-Federgras Stipa gigantea ist ein mehrjähriges, horstbildendes Süßgras. Die Größenangaben schwanken zwischen 70 und 120cm, zur Blütezeit kann es höher als 150cm sein. Die breite des Horstes schwankt zwischen 60 und 90cm. Trotz seiner Größe - das Riesen-federgras ist im Vergleich zu anderen Stipa-Arten  gigantisch groß, wirkt es luftig udtransparent dank der lockeren, fahnenartigen Blütenstände, deren Blüten etwas an Hafer erinnern.

Je nach den örtlichen Klimaverhältnissen ist das Riesen-Federgras sommer- oder immergün.

Die fahenartigen, bis zu 60cm langen rispenförmigen Blütenstände entwickeln sich zum Frühjahrsende und sind zunächst silbrig-lavendelfarben, um dann den Sommer eine gold-gelbe Färbung anzunehmen. Die Blütenstände wachsen über die Blätter hoch hinaus. Die Blütezeit reicht bis in den Herbst hinein.

Die Blätter werden bis zu 30cm lang und sind auf der Innenseite weich behaart. Sie sind relativ schmal und grau-grün gefärbt.

Kultur des Riesen-Federgrases im Garten

Standort und Bodenverhältnisse

Das Riesenfedergras braucht einen sonnigen Platz mit einem trockenen, gut durchlässigen Boden, der außerdem sandig-steinig, aber auch etwas humus- und vor allem kalkhaltig sein sollte. Optimal ist ein eher etwas mageres als zu nährstoffreiches Lehm-Sand-Gemisch als Pflanzsubstrat.Das Riesen-Federgras kommt am besten in Einzelstellung zur Geltung; will man trozdem nicht auf eie eGruppenpflanzung verzichten, dann sollte pro Quadratmeter nicht mehr als ein Exemplar gepflanzt werden.

Pflege

An einem optimalen Standort braucht dieses Federgras kaum Pflege und kann sehr alt werden. Das Riesen-Federgras liebt es als ursprünglich mediterrane Art warm und sonnig. Es kann auch an heißen Tagen und längeren Trockenperioden einmal ohne Gießen und Wässern auskommen, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Obwohl mediterranen Ursprungs ist das Riesen-Federgras auch bei usn in Mitteleuropa winterhart und verträgt auch relativ tiefe Minustemperaturen. Wer sicher gehen  und jegliche Frostschäden vermeiden will, der häuft rund um das Gras im Spätherbst Falllaub an.

Wie bei Ziergärsern im Garten üblich, nimmt man den jährlichen Rückschnitt erst im Frühjahr vor, bevor das Gras wieder neu austreibt. Würde man die Halme bereits im Herbst herunterschneiden, dann könnte im Winter Regenwasser in die Öffnungen eingreifen und das Gras ernsthaft schädigen. Um es vor Regennässe im Winter zu schützen, bindet man  außerdem die oberen Enden zusammen.

Vermehrung

Auch das Riesen-Federgras lässt sich am einfachsten vegetativ durch Teilung vermehren - und zwar im Frühjahr. Oder man versucht es einmal wie die professionellen Gärtner durch Aussaat. Dazu sät man die reifen Samen in der Zeit zwischen April und Juni in Saat- und Anzuchtschalen aus. Als Substrat wird vor allem sauberer Sand gewählt, der frisch bis leicht feucht gehalten wird. Der Keimerfolg ist jedoch bei diesem Süßgras nicht immer garantiert: Es kann spontan recht bald keimen; es kann aber auch passieren, dass das Saatgut erst im folgenden Jahr aufgeht.

Verwendung im Garten

Damit das Riesen-Federgras voll zur Geltung kommt, sollte es als Solitärstaude auf alle Fälle einen frei einsehbaren Einzelplatz bekommen - ohne andere konkurrende mittelgroße und hohe Gärser in der Nachbarschaft. Es eignet sich deshalb besonders gut für einen Platz im trockenen Kiesbeet oder vor einer Mauer. Auch im mediterranen Garten sollte es als Stilelement keinesfalls fehlen.