[x] Suche schließen

Blautanne

Abies procera Glauca

Steckbrief

Blütezeit
Mai
Höhe
durchschnittlich 3 bis 5m, maximal 10m
Licht
Halbschatten / Schatten
Winterfest
ja
Pflege
mittel
Vermehrung
mittel
Sorte
zuchtsorte
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
Nadelbaum mit kegelförmiger, unregelmäßiger Krone
Boden
tiefgründig, feucht, humusreich, möglichst kalkfrei
Wasserbedarf
mittel
Düngerbedarf
mittel
Die Blautanne ist eine besondere Zuchtsorte namens 'Glauca' der nordamerikanischen Edel-Tanne Abies procera. Sie wird vor allem als Ziergehölz im Garten gepflegt. Vor einigen Jahrzehnten war sie noch der am häufigsten gekaufte Weihnachstbaum. Längst hat ihr aber die Nordmann-Tanne diesen Rang abgelaufen. Auch die blauen Formen der Stech-Fichte Picea pungens werden oft Blautanne genannt, was zu einiger Verwirrung geführt hat.

Heimat und Ursprung von Abies procera Glauca

Die Blau-Edeltanne – oder verkürzt einfach Blautanne genannt – ist eine Zuchtform der nordamerikanischen  Edeltanne Abies procera. Diese Edeltanne kommt vor allem im niederrschlagsreichen Nordwesten der USA vor und zwar in Höhenlagen zwischen 600 und 1600m ü. NN. Dort besiedelt sie zusammen mit den auch bei uns bekannten Douglasien und Hemlocktannen die Nadelbaum-Mischwälder.

In Amerika wird vor allem das leicht zu bearbeitende Holz für Holzkonstruktionen – und bauten genutzt. Bei uns in Mitteleuropa wird neben der Blautanne auch die Stammform der Edeltanne in öffentlichen Gärten und Parks als Ziergehölz gepflegt.

Botanische Angaben zur Blautanne

Die Naturform der nordamerikanischen Edeltanne wird 10 bis 20m, in Extremfällen sogar bis zu 80m hoch, die Zuchtsorten sind aber deutlich niedriger. Für unsere Hobbygärten wird meist nur die Blau- oder auch Silber-Tanne angeboten, eine Zuchtsorte der Edeltanne, die durch ihre silber-blauen Nadeln auffällt. Sie wird meist nur etwa 3 bis 5m hoch und hat leicht bizarr abstehende Äste. Die Blautanne bildet ein kegelförmiges, etwas unregelmäßiges Wuchsbild.

Charakteristisch für die Naturform und auch die Blautanne sind die borstig starr nach oben stehenden Nadeln, d. h. genauer betrachtet liegt das erste Viertel der Nadel dem Zweig an und krümmt sich dann erst nach oben.  Diese Nadeln können bis zu 12 Jahr alt werden!   Diese silbrig.blauen Nadeln sind viereckig im Querschnitt, zwischen 2,5 und 3,5cm lang und haben auf der Oberseite eine rinnenartige Vertiefung. Je weiter der Baum im Licht steht, desto intensiver wird die Blaufärbung der Nadeln.

Von den in unseren Gäretn kultivierten Tannenarten hat die Blautanne die mit Abstand längsten Zapfen; da sie bei dieser Länge recht schwer sind, stehen diese Zapfen nicht wie bei anderen Abies-Arten nach oben, sondern hängen an den Zweigenden herab.  Mit ihrer purpur-braunen Färbung bilden die Zapfen einen schönen Kontrast zur stahlblauen Benadelung der Blautanne.

Anbau, Pflege und Vermehrung der Blautanne im Garten

Die Standortansprüche der Blautanne gleichen denen der europäischen Tannenarten. Sie brauchen  einen schattigen bis halbschattigen Platz, der Boden sollte leicht sauer bis neutral sein, frisch und humusreich, aber durchlässig und möglichst kalkfrei oder zumindets kalkarm sein. Wie alle Tannen brauchen sie ausreichend Wasser und müssen bei trockenem, schneefreiem Wetter auch im Winter an frostfreien Tagen etwas gewässert werden, da sie auch in der Wintersonne über ihre Nadeln Wasser verdunsten.

Krankheiten und Schädlinge

Auch die Blautanne wird genau wie andere Zierkoniferen im Garten häufiger von der Sitkafichtenlaus befallen. Den Befall sollte man regelmäßig zwischen Oktober und März mit Hifle einer sogenannten Klopfprobe kontrollieren und bei Bedarf mit einem speziell für solche Blattläuse entwickelten, bienen-ungefährlichen Insektizid, welches stark mit Wasser verdünnt wird, auf die befallenen Stellen sprühen.

Die Sitkafichtenlaus  befällt zunächst die Nadeln im Bauminneren und „arbeitet“ sich dann  im Laufe des Frühjahres zu den äußeren Nadeln vor. Durch das Saugen geschädigte Nadeln erkennt man an den gelben Flecken. Ab Juni verlassen die Läuse die Nadelbäume und wechseln auf Gräser als Zwischenwirte über.