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Hirschzungenfarn

Asplenium scolopendrium

Auch bekannt als:

Hirschzunge

In der Gartenliteratur wird der Hirschzungenfarn vielfach unter seinem alten, wissenschaftlichen Namen Phyllitis scolopendrium geführt.

Heimat und Ursprung von Phyllitis scolopendrium

Der Hirschzungenfarn kommt in ganz Europa vor, vor allem im atlantisch beeinflussten Klimabereich Westeuropas. In Deutschland kommt er nur sporadisch vor und steht unter Naturschutz. Die Hirschzunge besiedelt schattige Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit in Schluchtwäldern, vor allem aus Ahorn, Eschen und Ulmen – in Gegenden mit einem milden Winter.

Botanische Angaben zum Hirschzungenfarn

Der Hirschzungenfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae). Er wird zwischen 30 und 35cm hoch und 45cm breit. Vom Wurzelstock treiben im späten Frühjahr trichterförmige Büschel de Farnblätter aus. Di Farnblätter stehen aufrecht oder sind leicht überhängend. Die Blattspreite ist schmal herz- bis zungenförmig mit einem etwa 10cm langen Blattstiel, ungeteilt und mit einem glatten Blattrand, höchstens leicht gewellt. Die Blätter sind im Frühjahr zunächst hellgrün, im Laufe des Sommers werden sie lederförmig und intensiv grün. Einige dieser grünen Blätter bleiben bis zum nächsten Frühjahr erhalten. Die Sporen reifen zwischen Juli und September heran.

Neben der Wildform gibt es verschiedene Zuchtsorten, die sich vor allem in der Form der Blätter unterscheiden; ihre Blattränder können gekraust oder gezähnt sein. Der Hirschzungenfarn ist wintergrün, er behält also auch im Winter seine Blätter.

Kultur des Hirschzungenfarns im Garten

Der Hirschzungenfarn braucht einen Platz im Halbschatten oder Schatten mit einem humusreichen, kalkhaltigen und sickerfeuchten, steinigen Boden, stellt aber im übrigen keine besonderen Milieuansprüche.