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Eichenfarn

Gymnocarpium dryopteris

Steckbrief

Höhe
10-20cm
Breite
25cm cm
Licht
Halbschatten / Schatten
Winterfest
ja
Pflege
einfach
Vermehrung
mittel
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
flache Rhizome bildend, Bodendecker
Boden
humusreich, leicht sauer, frisch und kalkarm
Wasserbedarf
mittel
Düngerbedarf
mittel

Der Eichenfarn - zierlich und robust zugleich

Der Eichenfarn ist einer der widerstandsfähigsten und weit verbreiteten, einheimischen Farne, fällt aber andererseits durch seine zarten, mehrfach gefiederten  Wedel in leuchtend hellem Grün auf. Dank seines langen, dünnen und dicht unter der Bodenoberfläche verlaufenden Rhizoms, welches in regelmäßigen Abständen Farnwedel nach oben senden, bildet der Eichenfarn rasch einen dichten Bodendecker - ideal für einen Platz im Halbschatten größerer Gehölze.

Heimat und Ursprung von Gymnocarpium dryopteris

Der Eichenfarn ist in Nord- und Mitteleuropa weitverbreitet. Der Eichenfarn kommt in Mitteleuropa vor allem in Laub- und Mischwäldern mit einer krautreichen Unterschicht vor, sofern der Boden kalkarm, leicht sauer, sickerfrisch, aber nährstoffreich ist. In Süddeutschland findet man ihn vor meist nur in Gebirgslagen, im Norden dagegen im Tiefland oder in hügeligem Gelände. Im österreichischen Bundesland Voralberg zum Beispiel kommt der Eichenfarn noch in Höhenlagen von mehr als 200m ü. NN vor.

Botanische Angaben zum Eichenfarn

Die Eichenfarne der Gattung Gymnocarpium

Der Eichenfarn wurde früher zu den Wurmfarngewächsen gestellt, gehört aber zur Familie der Wimpernfarngewächse (Woodsiaceae). Die Gattung Gymnocarpium (Eichenfarne) besteht aus acht Arten, wobei drei in Europa hiemisch sind. Neben dem eigentlichen Eichenfarn Gymnocarpium drypopteris sind dies der Ruprechtsfarn Gymnocarpium robterianum und eine Unterart parvulum von Gymnocarpium jessoense, die in Europa allerdings nur in Finnland vorkommt. Der Eichenfarn bildet sowohl mit dem Ruprechstfarn, als auch mit dem finnischen Eichenfarn G. jessoense parvulum Hybride, die mit Gymnocarpium x achriosporum, bzw. Gmynocarpium x intermedium bezeichnet werden.

Der Eichenfarn Gymnocarpium dryopteris

Die Naturform des Eichenfarns wird nur durchschnittlich 10 bis 20cm, maximal 40cm hoch und 25cm breit. Er ist sommergrün, aber winterhart. Er ist einer der zierlichsten Farne, hat aber ein langes, dünnes, kriechendes Rhizom. Dadurch stehen die einzelnen Farnblätter in Abständen, sind aber überhängend, wodurch die Blattspreiten fast horizontal ausgerichtet erscheinen und einen optimalen Bodendecker für schattige und halbschattige Plätze bilden.

Die Farnwedel: Die Blattstiele und Blattspindel sind drüsenlos. Die Blattstiele sind gelblich gefärbt und mehr als doppelt so lang wie die Blattspreiten. Der Umriss der Blattspreite bildet ein nahezu gleichseitiges Dreieck. Die Blattspreite ist intensiv leuchtend hell-grün gefärbt und mehrfach, in der Regel drei- bis fünffach gefiedert; die Blattspreite ist entweder kahl oder nur spärlich mit Drüsenhärchen besetzt. Die Fieder erster Ordnung sind regelmäßig gegenständig angeordnet. Dabei nehmen die untersten beiden Fieder fast die gleiche Fläche ein wie die restliche Blattspreite. Auch die Fieder 2. Ordnung sind gegenständig angeordnet. Fruchtbare Wedel unterscheiden sich im Aussehen kaum von den unfruchtbaren. Die Sporen werden zwischen Juli und August reif.

Die Sorte Gymnocarpium dryopteris 'Plumosum'

Diese Zuchtsorte des Eichenfarns bildet besonders dichte, federweiche (daher der Name dieser Zuchtsorte Plumosum) Blätter, die dreifach gefiedert sind. Diese robuste Sorte breitet sich rasch durch ihre Rhizome aus und eignet sich bestens für einen Platz im Halbschatten größerer Bäume. Sie braucht einen frischen, aber gut durchlässigen und besonders humusreichen Boden. Jeder Farn wird 20 bis 30cm breit und 30 bis 35cm hoch; daher rechnet bei einem Pflanzabstand von 25cm mit einem Bedarf von etwa 15 Exemplaren pro Quadratmeter.

Anbau, Pflege und Vermehrung im Garten

Der Eichenfarn braucht einen Platz im Schatten oder Halbschatten mit einem sauren und humusreichen, frischen bis leicht feuchten Boden, der außerdem kalkfrei oder zumindest kalkarm sein sollte. Er lässt sich vegetativ durch Teilung oder mit Hilfe der Sporen vermehren.Die Sporen sidn nackt ohne Schleier und stehen vor allem an Rand oder in den Buchten der Fiederblättchen der fertilen Wedel. Sie reifen zwischen Juli und August.