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Vogelkirsche

Prunus avium

Auch bekannt als: Wildkirsche, Süßkirsche

Steckbrief

Blütenfarbe(n)
 
Höhe
bis 20m
Licht
Sonne
Winterfest
ja
Pflege
einfach
Vermehrung
mittel
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
breit säulenförmig bis ausladend
Erntezeit
Juni
Boden
keine Staunässe, nährstoffreich, leicht sauer
Wasserbedarf
mittel

Heimat und Ursprung von Prunus avium

Laubmisch-Wälder in Mittel- und Südeuropa sowie an der südlichen Schwarzmeerküste und des Kaspischen Meeres, vorzugsweise auf leicht sauren und nährstoffreichen Böden. Die Vogelkirsche wurde unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen domestiziert und im Laufe der Jahrhunderte wurden daraus unzählige Zuchtsorten herausgezüchtet. Davon zählt heute die Sauerkirsche Prunus cerasus als eigenständige Art.

Botanische Angaben zur Vogelkirsche

Die Vogelkirsche wird bis zu 20m hoch und bildet eine lichte, regelmäßige, breit ausladende Baumkrone.  Die glatte, leicht glänzende Baumrinde ist graubraun gefärbt und löst sich in ringförmigen Streifen ab.  Die Laubblätter haben - ähnlich wie die Traubenkirsche - am Stielansatz zwei kleine, rötliche Drüsen.  Die Blattspreite ist 10 bis 15cm lang und hat einen stumpf gesägten Rand. Die weißen Blüten erscheinen noch vor dem Laubaustrieb.  Sie bilden büschelförmige Blütenstände von 5 bis 8 Blüten.  jede Blüte setzt sich aus 5 gebogenen Kelchblättern, 5 schneeweißen Kronblättern, vielen Staubblättern mit gelb-braunen Staubbeuteln und einem Fruchtknoten zusammen. Die reife Steinfrucht hat einen Durchmesser von 1 bis 3cm und ist rot bis dunkel schwärzlich purpurn gefärbt.

Kultur der Vogelkirsche im Garten

Die Vogelkirsche braucht einen freistehenden, möglichst sonnigen Platz im Garten mit einem gut durchlässigen, aber frischen und nährstoffreichen Boden, der außerdem leicht sauer (pH<7) sein sollte.

Verwendung

Das bräunlich rosa-farbige Holz ist sehr widerstandsfähig, fein poorig, aber leicht zu verarbeiten und wird daher gerne zur Möbelherstellung verwendet.

Bemerkungen und Hinweise

Die Sauerkirsche Prunus cerasus, einst aus der Vogelkirsche gezüchtet, unterscheidet sich in einigen Merkmalen von der Vogelkirsche: Sie hat keine roten Düsen am Ansatz der Blattstiele, ihre Laubblätter hängen nicht nach unten und die Blätter sind stärker gesägt. Das Fruchtfleisch ist weicher und schmeckt säuerlicher.  Eine zweite Schwesterart, die Chinesische Zierkirsche Prunus serratulata, wird meist auf eine Unterlage der Wildkirsche gepfropft und als Ziergehölz in Alleen und Parks angepflanzt. Diese Art hat grob gesägte Laubblätter und  rosa gefärbte Blüten, die in dichten Büscheln herabhängen.