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Nach den Eisheiligen dürfen auch die letzten Pflanzen ins Freiland. Trotzdem können die Nächte noch kalt werden. Damit empfindliche Pflanzen keinen Kälteschock erleiden, müssen sie erst langsam an die Umgebung gewöhnt werden.

Der Garten im Rausch der Farben

Bäume, Sträucher und Hecken

Der Mai ist der Rhododendronmonat und die Rhododendron-Sträucher stehen in voller Blüte. Neue Rhododendren müssen jetzt gepflanzt werden, sofern es sich um Ballenware handelt. Containerpflanzen kann man auch noch später einpflanzen. Begleitpflanzen wie die Heidekrautgewächse zum größten Teil endgültig verblüht und müssen zurückgeschnitten werden. So verkahlen sie von unten. Andere Hartlaubgewächse wie Kirschlorbeer, Skimmie und Prachtglocke müssen dagegen nicht geschnitten werden; es genügt , wenn man die Blütenstände ähnlich wie bei den Rhododendren nach dem Abblühen ausreißt oder herausdreht.

 

kletterpflanze_clematis

Abertausende von Clematisblüten hüllen dies Haus in eine weiß-rosa Blütenwolke.

Auch einige Kletterpflanzen wie die Clematis (Waldreben) stehen schon in voller Blüte. Clematis, Alpenjohannisbeeren und viele Ziergehölze können im Mai durch Absenker vegetativ vermehrt werden.

 

judasbaum

Mitte Mai blüht auch der Judasbaum.

Rosen

 

bibernellrose_mit_kaefer_mai

Die Bibernellrose ist eine der ersten blühenden Rosenarten. Im Bild ist die schneeweiße Blüte zu sehen, die von einem harmlosen Käfer besucht wird, an dem der Blütenstaub hängen bleibt, womit er zur Verbreitung dieser Wildrose beiträgt.

Sommerblumen

Bei im Frühjahr unter Glas vorgezogenen einjährigen Sommerblumen wird die oberste Triebspitze gekappt, sobald die ersten Blütenknospen zu sehen sind. Das fördert die Verzweigung der Pflanzen. Um sie abzuhärten, kommen sie schon Anfang Mai tagsüber stundenweise ins Freie. Sie dürfen dabei aber nicht zu starkem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da sonst durch die ungewohnte, intensive UV-Strahlung die Blätter regelrecht verbrennen können.

Schnellwachsende Sommerblumen können nun nachgesät werden. Dazu gehören u.a. die Jungfer im Grünen, Ochsenzungen und die Gartenreserden, sowie Ringel-, Korn- und Mohnblumen.

Zweijährige Sommerblumen, die ja erst im nächsten Jahr blühen werden – dazu gehören Bartnelken, Fingerhut, Goldlack und die Stockrosen – werden im Mai im Freien in Anzuchtschalen und – kästen ausgesät.

Stauden

Mit auf Fensterbank oder unter Glas gezogenen Sommerblumen können jetzt die Lücken im frisch angelegten Staudenbeet geschlossen werden.

Bei den Zuchtsorten unter den Beetstauden entfernt man nach dem Abblühen die Blütenstände und -stängel, da eine Samenvermehrung meist erfolglos bleibt. Im Gegensatz zu den Wildstauden. Ihre reichen Samenstände dienen vielen Singvögeln als Nahrung, und es lohnt sich auch die Samen selbst zu ernten, zu lagern oder an derer Stelle wieder auszusäen. Viele Wildstauden säen sich aber auch von selbst aus, sodass man aufpassen muss, dass sie nicht planlos im ganzen Garten verwildern.

Zwiebel- und Knollengewächse

Abgeblühte Frühlingszwiebeln dürfen erst zurückgeschnitten werden, wenn ihre Blätter vergilben und welk werden. Dort wo Frühlingszwiebeln im Rasen stecken, darf der Rasen deshalb nicht früher gemäht werden. Im Sommer bis Frühherbst blühende Zwiebelpflanzen wie die Gladiolen und Montbretien können jetzt gesetzt werden. Auch Knollenpflanzen wie das Indische Blumenrohr (Canna), Begonien und Dahlien kommen im Mai nach den Eisheiligen in die Erde.

Balkon- und Kübelpflanzen

Die bereits im Vormonat ans Freiland schrittweise gewöhnten Balkon- und Kübelpflanzen können im Mai endgültig draußen bleiben. Frostempfindliche Arten sollten erst nach den Eisheiligen ins Freie umquartiert werden.

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Auch Ampelpflanzen (Hanging Buskets) können nun endgültig im Freien aufgehängt werden.

Rasen und Blumenwiesen

Rasen und Blumenwiesen können jetzt im Mai angesät werden. In bestehenden Rasen und Wiesen müssen im Winterhalbjahr entstandene Kahlstellen rekultiviert werden.

Gartenteich

Der im März/April neu angelegte Teich kann nun nicht nur mit einheimischen, kältunempfindlichen Teichpflanzen, sondern auch mit wärmeliebenden exotischen Wasser- und Sumpfpflanzen bepflanzt werden. Schon zu Beginn des Monats können empfindliche Seerosen aus ihrem Winterquartier geholt und zurück in den Gartenteich gesetzt werden. Einen ersten Überblick, welche Pflanzen sich für die verschiedenen Zonen im Teich eignen, gibt die folgende Tabelle.

NameFeuchtzoneSumpfzoneFlachwasserzoneTiefenzoneSchwimmblattzone
BachehrenpreisX
BinsenX
BlutweiderichXX
FieberkleeX
FroschbissX
FroschlöffelX
Hechtkraut X
KrebsschereX
MädesüßX
Pfennigkraut XXX
SchwanenblumeX
WasserhahnenfußXX
WasserknöterichX
Wasserminze X
WiesenknöterichX