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Ein Garten ist ein optimaler Wohlfühlort. Gerade als Familie kann man ihn vielfältig nutzen: Ob als Ort zum gemeinsamen Spielen, als Treffpunkt mit Freunden oder als Platz zum Entspannen und Ausruhen – hier ist vieles möglich. Dabei besteht die Herausforderung darin, einen Ort zu schaffen, der allen Bedürfnissen gerecht wird. Wichtig sind neben geeigneten Flächen zum Spielen und Toben auch Plätze zum Sitzen und Entspannen. Ausreichend Schattenplätze spielen hierbei eine wichtige Rolle, um auch an warmen Tagen in Ruhe entspannen zu können. Und ganz nebenbei hat man die Möglichkeit, den Garten mit einer gezielten Pflanzenauswahl und geeigneten Naschpflanzen noch weiter aufzuwerten.

Wir erklären, wie man seinen Garten familienfreundlich gestalten kann und welche Elemente dabei zu einem echten Mehrwert beitragen können.

Genug Platz zum Spielen

Das Foto zeigt zwei Kinder die zusammen rennen

Wer Kinder hat, der weiß: Diese brauchen viel Platz zum Spielen, Toben und sich Bewegen. Daher profitieren Kinder meist von einer größeren Rasenfläche. Hier haben sie die Möglichkeit, Ball zu spielen, zu rennen oder zu toben.

Ein großer Baum kann zum Klettern einladen oder als Gerüst für ein Baumhaus dienen. Und je nach Alter der Kinder sind auch die derzeit beliebten Matschküchen, ein Klettergerüst oder ein Sandkasten abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten. Dabei ist es entscheidend, egal für welche Spielelemente man sich entscheidet, immer einen freien Platz zum Rennen, Toben und Entdecken zu gewährleisten.

Wer kleine Kinder hat, sollte die Spielelemente außerdem so gestalten und wählen, dass sie in Augenweite liegen und möglichst beschattet werden können. So können die Kinder sicher spielen, die Familie ist zusammen und doch haben alle Raum und Zeit für ihr eigenes Spiel und ihre eigenen Interessen.

Das Foto zeigt ein Mädchen neben einem Baumhaus

Schattenplätze sind das A&O

Das Foto zeigt ein Fahrrad im Schatten eines Baumes

Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Sonne scheint, möchte man gerne Zeit im Freien verbringen. Beim gemeinsamen Spiel in der heißen Jahreszeit ist es wichtig, dass man sich gut vor der starken Sonneneinstrahlung schützt. Schattenplätze sind ergänzend zu einem ausreichenden Sonnenschutz eine gute Möglichkeit, um auch an heißen Tagen eine schöne Familienzeit im Garten verbringen zu können.

Größere Bäume sind eine besonders schöne und natürliche Möglichkeit, Bereiche im Garten zu beschatten. Unter einem Baum weht oft auch ein angenehmer, leichter Wind. Unter Bäumen kann man gut spielen, eine Matschküche platzieren oder auch kleine Insekten beobachten. Stehen zwei Bäume in nicht zu großem Abstand zueinander, hat man hier auch die Möglichkeit, eine Hängematte dazwischen zu spannen und seine Pause dort zu verbringen. Und auch eine Picknickdecke lässt sich optimal unter einem Baum platzieren.

Das klingt ganz gut, hat jedoch auch einen kleinen Haken: Bäume brauchen Zeit zum Wachsen, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben. Außerdem kann man gewisse Spiele, wie zum Beispiel Ballspiele unter Bäumen nur schwer umsetzen. Ein Baum ist somit nicht für jeden Familiengarten und für alle Bedürfnisse passend.

Wer keine Bäume zur Verfügung hat und auch keine höher wachsenden Bäume pflanzen möchte, kann alternativ ganz einfach einen Sonnenschirm einsetzen. Hier gibt es mittlerweile im Fachmarkt eine große Auswahl an unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Ein Sonnenschirm lässt sich relativ einfach verschieben und bei Bedarf auch abbauen bzw. schließen. Er stellt eine einfache Möglichkeit als Schattenspender dar.

Das Foto zeigt Stühle unter einer Pergola

Eine etwas aufwendigere, jedoch sehr schöne Idee ist der Einsatz einer Pergola. Richtig platziert, spendet eine Pergola nicht nur Schatten, sie verbindet auch optisch einzelne Gartenbereiche miteinander. Man kann sie zum Mittelpunkt des Familienlebens machen. Ein Spielbereich für Kinder, eine gemütliche Sitzecke zum Beisammensein oder ein Tisch für ein gemütliches Frühstück – hier sind den eigenen Vorstellungen und der eigenen Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Wer zudem Sichtschutz-Ideen für den Garten sucht, ist mit einer Pergola sicherlich auf dem richtigen Weg. Sie kann bepflanzt werden. Für noch mehr Komfort kann man Seitenwände einsetzen und sich so vor neugierigen Blicken und verschiedenen Wetterbedingungen schützen. Eine Pergola schafft einen festen, geschützten Bereich im Garten, der zu allen Jahreszeiten genutzt werden kann. Gemeinsam spielen, essen oder entspannen, hier ist vieles möglich.

Sitzplätze für Eltern und Kinder

Für einen Familiengarten sollte man auch die Sitzplanung gut durchdenken. Für Kinder eignen sich kleine Bänke, niedrige Hocker oder Sitzkissen. Auch robuste Teppiche, auf denen auf dem Boden gespielt werden kann, sind eine gute Möglichkeit. Ein Tisch kann gerade für Brettspiele oder Puzzle, zum gemeinsamen Essen und Trinken oder zum Abstellen ein Vorteil sein.

Das Foto zeigt eine Katze, die sich ausruht

Große Lounge-Möbel hingegen sind zwar gemütlich, doch gerade zum gemeinsamen Spielen sind sie oft etwas unpraktisch. Hier sollte man zwischen Spiel- und Entspannungszeit unterscheiden. Unser Tipp: Wer leichte Möbel wählt, kann diese bei Bedarf ganz einfach zur Seite rücken. So bleibt man flexibel.

Es ist zudem sinnvoll, wenn die Sitzgelegenheiten der Erwachsenen so angeordnet sind, dass möglichst große Teile des Gartens eingesehen werden können. So kann man sich als Eltern entspannen, sich gegebenenfalls unterhalten und gleichzeitig die Kinder beim Spielen beobachten.

Pflanzen für ein unvergessliches Gartenerlebnis

Das Foto zeigt eine Hand voll mit Erdbeeren

Pflanzen sehen schön aus, bringen Leben in den Garten und können gleichzeitig dazu genutzt werden, verschiedene Gartenbereiche voneinander abzutrennen. Durch den Einsatz von hohen Gräsern, Sträuchern oder kleinen Bäumen kann man verschiedene Gartenbereiche voneinander abgrenzen. Für den Familiengarten eignen sich hier am besten pflegeleichte, robuste Pflanzen, die nicht giftig sind und möglichst keine Stacheln oder Dornen haben. So erschafft man einen Platz, der gemütlich wirkt, eine Abgrenzung schafft und gleichzeitig keine komplette Abgeschiedenheit hervorruft.

Außerdem hat man die Möglichkeit, die Pflanzenwahl so zu organisieren, dass man nicht nur eine schöne Begrünung bekommt, sondern gleichzeitig einen kleinen Naschgarten hat. Wer Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Heidelbeeren pflanzt ermöglicht das Naschen direkt vom Strauch. Das Pflanzen von Kräutern wie Schnittlauch, Minze oder Basilikum fördert die Familiengemeinschaft, denn die Pflanzen lassen sich gemeinsam pflegen und anschließend in der Küche verarbeiten.

Früchte von Obstbäumen wie Apfel, Birne oder Pflaume können gemeinsam geerntet und weiterverarbeitet werden. So hat man eine Familienaufgabe und Kinder bekommen die Möglichkeit, den Garten mit allen Sinnen zu erfahren und Verantwortung zu übernehmen.

Rückzugsorte für kleine und große Menschen

Das Foto zeigt Babyfüße mit Sand

Ein optimaler Garten sollte zudem auch Möglichkeiten zur Ruhe bieten. Die Möglichkeit kleine Höhlen zu bauen, in versteckten Ecken zu spielen oder es sich in einem Sitzsack bequem zu machen, sollte jederzeit gegeben sein. Auch ein kleines Spielhaus bietet Kindern die Chance, sich zurückzuziehen und ungestört zu spielen oder sich auszuruhen. So hat jeder einen Rückzugsort, an dem er es sich bequem machen kann. Und auch Eltern profitieren von einer ruhigen Sitzgelegenheit, an der sie in Ruhe ein Buch lesen oder ihren Kaffee trinken können.

Sicherheit im Familiengarten

Das Foto zeigt einen Mann mit einem Kind auf dem Arm, sie schauen einen Baum an

Bei der Planung und Gestaltung des Familiengartens sollte man stets die Sicherheit priorisieren. Der Garten kann noch so schön aussehen, wenn sich in ihm Gefahren verbergen. Gerade wer kleine Kinder hat, sollte auf sichere Wege, wenige Ecken und Kanten und ungiftige Pflanzen achten. Potenzielle Gefahrenquellen sollte man im Blick haben und so gut wie möglich absichern oder eliminieren. Auch Bereiche mit Wasser sollte man als Elternteil je nach Alter der Kinder stets im Blick haben.

Gleichzeitig macht es Sinn, den Familiengarten so zu gestalten, dass die Pflege mit möglichst wenig Aufwand verbunden ist. Robuste Pflanzen, wenig aufwendige Gartenarbeiten, gut verrückbare Möbel und strapazierfähige Materialien sind dabei viel wert.

Den Garten regelmäßig an die Bedürfnisse anpassen

Das Foto zeigt mehrere Hände, die verschränkt sind

Ein Familiengarten sollte auch immer ein Platz sein, an dem Veränderungen erlaubt sind. Kinder werden größer und Interessen verändern sich. Wer flexibel bleibt und die verschiedenen Bedürfnisse wahrnimmt, kann den Garten immer wieder neu gestalten. Im Endeffekt geht es darum, dass sich alle wohlfühlen. Ausreichend Schattenplätze, bequeme Sitzgelegenheiten, Spielraum und Rückzugsorte stellen eine gute Grundlage dar. So wird der Garten zu einem Ort, an dem man als Familie gerne gemeinsam seine Zeit verbringt.