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Rot-Klee

Trifolium pratense

Auch bekannt als: Wiesen-Klee

Steckbrief

Blütenfarbe(n)
 
Blütezeit
Mai-September
Licht
Sonne
Winterfest
ja
Pflege
einfach
Vermehrung
einfach
Sorte
natur
Lebensdauer
ausdauernd
Wuchsform
aufsteigende bis aufrechte Stängel
Boden
nährstoffreich, frisch, kalkhaltig, Ton- und Lehmböden
Wasserbedarf
mittel
Düngerbedarf
mittel

Heimat und Ursprung von Trifolium pratense

Der Wiesen- oder Rot-Klee ist in ganz Europa verbreitet. Er besiedelt vor allem nährstoffreiche, frische und kalkhaltige Böden auf Fettwiesen, an Weg- und Feldrändern und in lichten Wäldern. In den Alpen steigt der Rotklee bis in Höhenlagen von 2.600m ü. NN auf.

Botanische Angaben zum Rot-Klee

Der Rotklee ist ein ein-, zwei- oder mehrjähriges Kraut mit aufsteigende oder aufrecht wachsenden Stängeln. Diese Stängel sind kahl oder dicht anliegend behaart.

Die Laubblätter sind dreizählig. Die Blattfieder sind im Vergleich zum Weißklee eher eiförmig spitz und ganzrandig, also nicht gezähnt. Entsprechend ist auch das bogenförmige, helle Streifenmuster auf den Blätter spitzwinklig angelegt oder es ist in einem hellen Fleck in der Blattmitte aufgelöst. Die Blätter sind wechselständig in Spiralen um den Stängel herum angeordnet. Die Blätter sind auf oder Oberseite und auch unterseits mit feinen Härchen bedeckt.

Die hell-purpurroten Blüten bilden kugel- bis eiförmige Köpfchen. Die Blüten sind zwittrig, fünfzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Meist haben zwei dieser Blüten einen gemeinsamen Stängel. Die Blütezeit reicht - je nach den örtlichen Bedingungen - von Mai bis September.

Die Blüten werden vor allem durch Hummelarten, die einen langen Saugrüssel haben, und andere Hautflügler bestäubt. Mit dem Rückgang der Hummeln in vielen Regionen nimmt auch die Samenausbeute und die Bedeutung der generativen Vermehrung ab.

Damit der Blütennektar des Rotklee auch von Honigbienen mit ihren kurzen Saugrüsseln genutzt werden kann, wurden speziell für die Imkerei Rotklee-Sorten mit kürzeren Kronröhren gezüchtet.

Die Samen werden durch Weidetiere aber auch durch Ameisen, die sie verschleppen, verbreitet. Der Rotklee vermehrt sich aber auch vegetativ mit Hilfe unterirdischer Ausläufer.

Vom Rotklee gibt es in Europa drei Unterarten:

  • den Gewöhnlichen Wiesenklee Trifolium pratense pratense
  • den Alpen-Wiesenklee Trifolium pratense nivale, den man zum Beispiel in den Gipfellagen der Allgäuer Alpen antrifft.
  • den Küsten-Wiesenklee Trifolium pratense maritimum

 

 

Rotklee als Heilpflanze

Rotklee wird in weitaus stärkerem Maße als der Weißklee als Heilpflanze genutzt, da er neben höheren Konzentration an Isoflavonen auch andere medizinisch wirksame Inhaltsstoffe wie Rhodanid, Glykoside und Proteaseinhibitoren enthält.

Rotklee als Viehfutter

Allgemein ist Rotklee ein wertvolles Viehfutter. Selten kann er aber auch schwach giftig wirken: Das hängt von Jahreszeit und Witterungsverhältnissen, der Vergärung der löslichen Eiweiße mit Schaumbildung im Pansen der Tiere ab.  Weitere toxische Einflüsse sind möglich durch Freisetzung von Blausäure aus den cyanogenen Glykosiden. Durch die im Rotklee enthaltene Phytohormone kann es Fehlgeburten und Störungen in der Fruchtbarkeit kommen.

Verwendung des Rotklees zur Gründüngung im Garten

Wie viele andere Schmetterlingsblütler auch bildet der Rotklee an seinen Wurzeln Knoten, in denen symbiontisch lebende Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden und so den Boden mit Stickstoffverbindungen anreichern. Rotklee wird daher gerne als Vorfrucht im Gemüseanbau oder zusammen mit anderen Kleearten als Gründünger zur Bodenverbesserung genutzt.

Roklee als lästiges Rasenunkraut

Rotklee ist zwar nicht so häufig wie der Weißklee im Rasen, kann aber doch bei einem penibel aus reinen Wiesengräsern gepflegtem Zierrasen neben anderen Rasenunkräuter zum Ärgernis werden.

Und auch für den Rotklee im Rasen gilt, vorbeugen ist einfacher und effektiver als das Bekämpfen mit mechanischen Mitteln oder gar mit chemischen Herbiziden.

Zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen, um Rasenunkräuter zu vermeiden, zählen:

  • die ausschließliche Verwendung von zertifiziertem und garantiert unkrautfreiem Rasensaatgut
  • dass man  den Rasen dicht und lückenlos aussät,
  • dass man den aufkeimenden Rasen in den ersten Wochen feucht hält,
  • dass man den Rasen in den ersten Wochen nicht betritt, um den Boden nicht unnötig zu verdichten, wodurch sich Klee und andere Rasenunkräuter schnell ausbreiten würden
  • Um eine Bodenverdichtung auch später zu vermeiden, sollte man  die Rasenfläche später wenigstens einmal jährlich lockern und belüften, also vertikulieren und aerifizieren.