[x] Suche schließen

Nachdem der Boden gründlich vorbereitet ist, wartet man mit der Aussaat der Rasensamen, bis der Boden eine Mindesttemperatur von 8oC erreicht, dass ist in der Regel ab Mitte April der Fall. Außerdem sollte der Boden ausreichend feucht sein.

Pro m² benötigt man wenigstens 50.000 Grassamen; da die Samenkörner sehr leicht sind, entspricht dies einer Menge von etwa 15g. Der Handel empfiehlt meist bei den üblichen Rasenmischungen 25g pro m², um möglichst bald eine dichte Grasnarbe zu erhalten. Hatte man im Frühjahr keine Gelegenheit zur Aussaat, dann kommt als zweiter Aussaattermin auch der Zeitraum von August bis September infrage.

Den Grassamen sollte man möglichst nicht von Hand aussäen, denn so erhält keine gleichmäßige Verteilung der Samenkörner. Zum Aussäen benutzt man besser einen Streuwagen, den man nicht unbedingt kaufen muss, sondern auch ausleihen kann. Schließlich braucht man ihn ja auch nur einmal. Da die Samen sehr leicht sind, sollte man sie z. B. Mit feinkörnigem, sauberem Sand oder anderem Material mischen. Das erleichtert das Ausbringen und verhindert außerdem, dass sich die Samen, die je nach Grasart unterschiedlich schwer sind, entmischen.

Nachdem das Saatgut gleichmäßig ausgebracht ist, muss es etwa 5 bis 10mm, maximal 15mm tief in den Boden eingearbeitet werden. Das Einrechen der Samen geht am besten mit einer Harke. Nun muss der Samen gut an die Erde angedrückt werden. Bei größeren Rasenflächen nimmt dazu am besten eien Gitterwalze, die man sich ebenfalls leihen kann. Bei kleineren Flächen kann man sich auch Holzbretter unter die Schuhe schnallen und dann mit Hilfe dieser Bretter die Erde fest treten.

Nun wird die Erde mit einem Rasensprenger gut angefeuchtet, aber ohne dass die Erde verschlämmt wird. Dann heißt es abwarten: Es wird mindestens 10 Tage dauern, bis das Saatgut aufgeht und sich die ersten Grashalme zeigen. Und solange sich noch keine grüne Rasendecke gebildet hat, sollte man den Rasen nicht mehr betreten. Auch Hunde und Katzen haben solange nichts auf der Rasenfläche zu suchen; wenn möglich sollte man den Zugang deshalb mit einem Netz absperren oder ringsum einzäunen. Leider lässt es sich nicht verhindern, dass hin und wieder Gruppen von Vögeln einfallen, um sich die leckeren Samenkörner aus dem Boden herauszupicken.

Auch wenn man den Rasen die ersten 6 Wochen nicht betreten darf, darf man ihn auf keinen Fall austrocknen lassen. Dazu wird die Fläche mit einer feinen Düse abgebraust, ohne dass die Erde aufgewühlt wird oder sich Vertiefungen und Furchen bilden. Zum ersten Mal gemäht wird, wenn der Rasen eine Höhe von etwa 10cm erreicht hat. Die Schnitthöhe wird dazu auf 6cm eingestelllt. Ein Zierrasen kann schon bei 6cm Höhe auf 4cm heruntergeschnitten werden. Entweder hat der Rasenmäher einen Fangkorb oder das Schnittgut muss von Hand abgerecht werden. Mulchmäher sind zu diesem frühen Zeitpunkt noch völlig ungeeignet.