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Als Füllmaterial bieten sich die unterschiedlichsten Materialien an, doch welche eignen sich für die Insekten wirklich und auf was sollte man beim Befüllen achten? All das erfahren Sie hier.

Solitär lebende Wildbienen

Mauerbienen

Infrage kommen für Mauerbienen, vor allem für die bei uns häufigsten vertretene Rote Mauerbiene Osmia bicornis, eine Vielzahl als Unterkünften, in denen sie ihre Legeröhren anlegen und auskleiden können. Dazu gehören geeignete Hohlräume in Bambus, Holunder- und andere Pflanzenstängel, durchbohrtes Hartholz, Gittersteine und Strangfalzziegel. Die Hohlräume werden mit Lehm und Speichel ausgekleidet und in Parzellen für die einzelnen Eier unterteilt. Die Larvenkammern werden zur Hälfte mit Pollen und Nektar gefüllt und dann das Ei daraufgelegt.

Wollbienen

Wollbienen nehmen vor allem Gittersteine und Strangfalzziegel, aber auch Pflanzenstängel als künstliche Nisthöhlen im Insektenhotel an. Sie kleiden sie Pflanzenfasern, ersatzweise auch mit Wollfäden aus.

Pelzbienen

Pelzbienen legen ihre Nester vor allem in den Spalten, Rissen oder auch in den verlassenen Fraßgängen von Käferlarven in Totholzstücken, aber auch in Lehmwänden und Lehmböden an.

Maskenbienen

Maskenbienen legen ihre Brutkammern in Pflanzenstängel, eingerollten Schilfmatten, in Gittersteinen, aber auch in Lehm- und Trockenmauern an.

Seidenbienen

Seidenbienen legen ihre Niströhren in Hohlblocksteinen, Lehmwände und im Sand an. Als Material zum Anlegen und Auskleiden der Nistgänge verwenden sie Lehm.

Sandbienen

Sandbienen der Gattung Andrena legen ihre Nester im Sandboden an.

Blattschneiderbienen

Blattschneiderbienen suchen ebenfalls Totholz mit Rissen, Spalten oder verlassenen Gängen, eingerollte Schilfmatten oder auch Pflanzenstängel zum Anlegen ihrer Niströhren auf. Bei Pflanzenstängeln, die nicht hohl, sondern mit Mark gefüllt sind, höhlen sie selbst die Stängel aus. Die Niströhren werden mit Blattstückchen und Speichel ausgekleidet.

Mörtelbienen

Auch Mörtelbienen kleiden die senkrecht nebeneinander aufgestellten Niströhren aus Sand, Kies, Lehm und Pflanzenmaterial mit Blattstückchen und Speichel, aber auch mit Tierhaaren aus.

Harzbiene

Die Harzbiene legt ihr Nest außen an Bäumen, Mauern, größeren Steinen u. ä. an. Zum Zusammenfügen und Auskleiden des Baumaterials sammelt sie das an Bäumen austretende Harz.

Solitär lebende Wespen

Sie nutzen vor allem Gittersteine und Strangfalzziegel, in denen sie ihre Nester anlegen. Die im Bild vorgestellte Heuschreckengrabwespen der Gattung Sphex und die Sandwespen (Gattung Ammophila) legen ihre Nester jedoch in Sandböden an. Als Nahrungsvorrat für ihre Larven trägt die Heusckreckengrabwespe betäubte Laubheuschreckenlarven ins Nest, die Sandwespe dagegen die Raupen von Eulen- und After-Schmetterlingen.

Im Folgenden wird an einigen Bildbeispielen und Ausschnitten aus Insektenhotels geprüft, ob die Ansprüche der verschiedenen potentiellen Bewohner des Insektenhotels an Bau-Ausführung, Zusammenstellung, Anordnung und Qualität des Füll- und Nistmaterials erfüllen. Denn nur ein optimal ausgestattetes und gepflegtes Insektenhotel wird auf Dauer von den Insekten auch angenommen.

Dieses Insektenhotel ist reichlich und abwechslungsreich bestückt. Es fehlen jedoch weitere Zwischenwände, damit die Pflanzenstängel, Bambusröhren, Stroh, Zapfen und Baumscheiben sicher – und ohne verrutschen zu können – voneinander getrennt sind.

Diese alten Baumscheiben haben zwar etliche, ins Holz gebohrte Löcher mit unterschiedlicher Gangweite. Aber über die zahlreiche und teilweise tief ins Holz reichenden Risse und Spalten kann Feuchtigkeit bis in die Gänge eindringen. Daher sind sie bestenfalls als Unterschlupf oder Winterquartier, aber nicht als Niströhren.

Im Gegensatz dazu ist diese Baumscheibe weitgehend frei von Rissen und deshalb gut vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Solche Gänge werden gerne von Wildbienen als Nistplätze angenommen.

Hier ragen die Pflanzenstängel zu weit aus den Öffnungen der Gitterziegel und den Lochsteinen heraus. Außerdem sollte immer nur ein Schilf- oder Pflanzenstängel in jede Öffnung eingelegt werden, damit sich die Wildbienen beim Nestbau nicht gegenseitig stören. Es handelt sich schließlich um eigentlich solitär lebende Insekten!

Diese Späne sind zu locker geschichtet, da kann kein Insekt etwas damit anfangen. Die Späne können verrutschen, über das vor Regen schützende Dach des Insektenhotels herausragen, Nass werden und Feuchtigkeit ziehen.

Hier sind zwar einige hohle Stängel von Wildbienen als Nisthilfen und Brutkammern genutzt (durch eine Zwischenwand zugemörtelt), einige bereits auch geschlüpft. An denen offenen Röhren sieht man jedoch, dass die Ränder scharfkantig, rau und rissig sind. Daran können sich Wildbienen mit ihren hauchdünnen Flügeln verletzen. Daher tasten die Bienen die Ränder zunächst ab, bevor sie hineinschlüpfen. Solche Ränder sollte man daher vor dem Einlegen ins Insektenhotel unbedingt nachbearbeiten und glattschleifen. Außerdem haben einige Röhrchen einen vielen großen Durchmesser, um von Wildbienen angenommen zu werden.

Fichten-, Tannen- oder Kieferzapfen werden als Füllmaterial im Insektenhotel noch als Einzelunterkunft von Insekten zum Nisten oder als Nachtquartier angenommen. Nichtsdestotrotz wird immer noch bei vielen Insektenhotels wenigstens ein Fach mit solchen Zapfen vollgestopft. Außerdem regnet es zumindest beim ersten Modell von oben herein; das zweite Modell scheint etwas geschützter zu liegen und ist auch abwechslungsreicher gestaltet.

Dieses lückenhaft und luftig angelegte Insektenhotel kann eher Bilchen, Mäusen, Igeln und Eidechsen als Unterschlupf dienen, bestenfalls Marienkäfern und Ohrkneifern als Nachtquartier.

Auch dieses Exemplar erfüllt nicht die Ansprüche, die an sorgfältig gebautes und mit Nistmaterial ausgestattetes Insektenhotel erfüllen muss. Wie man sieht, bleiben die meisten Pflanzenstängel und Holzgänge leer.

Dieses Insektenhotel macht zwar einen soliden Eindruck und ist auch abwechslungsreich und reichlich (vielleicht sogar zu üppig) bestückt. Aber das Bau- und Füllmaterial ist teilweise nur lose aufeinandergestapelt und könnte leicht verrutschen. Und so etwas gefällt in der Natur solitär lebenden Wildbienen und Grabwespen gar nicht.

Dieses Insektenhotel – aus Teilen eines alten Küchenschranks zusammengebaut – hat offensichtlich schon bessere Tage erlebt. Es ist vom Gärtner und folglich auch von den Insekten im Stich gelassen.

Dieses Insektenhotel macht einen soliden Eindruck in Bezug auf Bau und Ausstattung. Die verschiedenen zum Nisten oder als Unterschlupf gedachten Materialien sind sauber und rutschfest voneinander getrennt. Spinnweben fehlen (das Insektenhotel wird also regelmäßig kontrolliert und gepflegt).

Und wie man an den verschlossenen Öffnungen sieht, wird die Mehrzahl der Nisthilfen und Legeröhren auch wirklich von den Insekten angenommen und genutzt. Aber auch hier ist wenigstens eines der unteren Fächer mit Fichtenzapfen ausgelegt, die von Insekten generell so gut wie angenommen werden.

Außerdem ist das Schmetterlingsfach Mitte rechts – falls es überhaupt als Schmetterlingsquartier gedacht ist – nicht optimal konstruiert.

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